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DGRV-Studie über IFRS für KMU


Internationaler Genossenschaftstag der Vereinten Nationen am 3. Juli 2010


Gemeinsame Konferenz des DGRV und der BStBK zu "IFRS für KMU" in Brüssel


Dirk. J. Lehnhoff im Vorstand von Cooperatives Europe


DGRV-Geschäftsbericht online


WELT-Sonderausgabe "Genossenschaft"


Nichtanwendung der Sanierungsklausel

Konsumgenossenschaften

Das Genossenschaftsgesetz von 1889 definierte Konsumgenossenschaften als „Vereine zum gemeinschaftlichen Einkauf von Lebensoder Wirtschaftsbedürfnissen im Großen und Ablass im Kleinen“. Dabei bedeutet „Einkauf“ nicht, dass nur Handel betrieben wird. Die eigene Produktion ist traditionell Teil des konsumgenossenschaftlichen Konzepts. Typisch für Genossenschaften in der Tradition der Konsumvereine ist heute wie eh und je, dass die Gründer sich mit ihrer Genossenschaft eine Leistung verschaffen, die sie (so) auf dem Markt nicht (mehr) vorfinden. Zum Teil schaffen diese Unternehmen erst einen Markt, wie man an den bundesweit laufenden Aktivitäten zur Gründung von Gaslieferungsgenossenschaften beobachten kann. Solche und weitere Initiativen werden vom Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e. V. und den Regionalverbänden unterstützt. Greenpeace energy, eine der jüngsten Gründungen mit inzwischen 18.000 Mitgliedern, projektiert eigene Kraftwerke. Und die taz gewinnt immer wieder neue Mitglieder, weil diese eine konzernunabhängige Zeitung wollen.

Eines gilt für alle Konsumgenossenschaften: Da die Kunden dieEigentümer sind, muss das Preis-Leistungs-Verhältnis und vor allem aber die Qualität der Leistung stimmen. Typisch für Konsumgenossenschaften ist eine große Mitgliederzahl. Die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft gewährleistet dafür (am besten) die demokratischen Mitbestimmungs-Prinzipien.

Die traditionellen Konsumgenossenschaften

Die traditionellen Konsumgenossenschaften haben als Nahversorger eine lange Tradition bei der Belieferung der Bevölkerung – vor allem mit Waren des täglichen Bedarfs. Sie setzen bei den angebotenen Produkten auf Qualität und Frische sowie auf feste Lieferbeziehungen mit Produzenten und Partnern. So betreibt die Konsumgenossenschaft Weimar eG mit der REWE eine paritätische Gesellschaft. Die coop eG, Kiel, hat über 250 Märkte und mit großem Erfolg die regionale Marke „Unser Norden“ kreiert. Genossenschaftliche Neugründungen wie Unser Laden Falkenau eG und Lädele Schienen Verbrauchergenossenschaft eG schließen Lücken bei der Nahversorgung im ländlichen Raum. Die traditionellen Konsumgenossenschaften in den neuen Bundesländern sind mehrheitlich Mitglied und Träger der Zentralkonsum eG, die mehrere Industriebetriebe unterhält.

Die Konsumgenossenschaften haben sich auf dem Markt dank der Qualität der Produkte und der bewussten Orientierung auf Kundenwünsche und Kaufverhalten mit einem beachtlichen Anteil an Stammkunden behaupten können – dies trotz der großen Konkurrenz und der verbreiteten „Geiz-ist-geil“-Philosophie. Dazu tragen auch zusätzliche Angebote wie Blumen-, Foto-, Party- und Postservice bei.

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