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DGRV: Rechnungslegungsstandard „IFRS für KMU“ ist für den Mittelstand in Europa nicht geeignet


Positionspapier genossenschaftlicher Bundesverbände zu deutschen Genossenschaften in Europa


Managementsysteme für IT-Sicherheit


Grunderwerbsteuer-Aktivierungspflicht nach Umwandlung


Novellierung des BDSG - Neue Regeln ab 1.4.


Hagemeister verlässt den DGRV


Risiko für gemeinnützige Genossenschaften

Genossenschaften als Bestandteil der Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist geprägt durch moderne Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, unzählige kleine und mittlere Handels- und Handwerksbetriebe sowie durch eine leistungsstarke Landwirtschaft. Garant der Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlichen Stabilität ist traditionell der Mittelstand. Durch die fortschreitende Internationalisierung und eine steigende Marktkonzentration gerät dieser stark unter Druck. Eine Antwort darauf sind Zusammenschlüsse in Allianzen oder Verbünden. Ein zukunftsweisendes Kooperationsmodell ist hier die Form der Genossenschaft.

Genossenschaft als Wirtschaftsform

Genossenschaften sind freiwillige Zusammenschlüsse von Mitgliedern zu einem gemeinschaftlichen Unternehmen mit dem gesetzlich vorgegebenen Ziel, die Wirtschaft und den Erwerb ihrer Mitglieder zu fördern: durch Erzielung günstiger Konditionen beim gemeinsamen Ein- und Verkauf, durch Kostenvorteile bei gemeinschaftlicher Leistungserstellung oder durch Gewährleistung notwendiger Mindestbetriebsgrößen bzw. eines Zugangs zum Markt. Ökonomisch ist die Genossenschaft eine Form der Funktionsauslagerung, wobei die Mitglieder ihre individuelle Selbständigkeit erhalten und das Gemeinschaftsunternehmen nach den Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung organisiert wird. Genossenschaften sind als Teil des Mittelstands in vielen Wirtschaftszweigen marktbelebender Faktor.

Großer Verbreitungsgrad

Genossenschaften sind in Deutschland weit verbreitet. Praktisch jeder Landwirt ist Mitglied einer oder mehrerer Genossenschaften. 60 % aller Handwerker, 75 % aller Einzelhandelskaufleute, 90 % aller Bäcker und Metzger sowie über 65 % aller selbständigen Steuerberater sind Genossenschaftsmitglieder. Die Wohnungsbaugenossenschaften umfassen 3,2 Mio. Mitglieder und bewirtschaften ca. 10 % der Mietwohnungen in Deutschland.
Diese sind allerdings nicht im DGRV, sondern in eigenen Verbänden organisiert. Die Zusammenarbeit dieser Organisationen mit dem DGRV erfolgt im Freien Ausschuss der deutschen Genossenschaftsverbände. Die Genossenschaftsorganisation bietet bundesweit rund 600.000 Menschen einen Arbeitsplatz und stellt ca. 35.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

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