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International
NEW : 01.12.2009
Entwicklung und Finanzierung von kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen - Herausforderung in Krisenzeiten
Vom 19. – 23. Oktober 2009 veranstalteten der DGRV und die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) den zweiten International Cooperative Dialogue (ICD) zum Thema „Entwicklung und Finanzierung von kleinst-, kleinen und mittleren Unterneh-men (KKMU) – Herausforderungen in Krisenzeiten” auf Schloss Montabaur.
Die fünftägige Konferenz wurde unterstützt vom Zentralverband gewerblicher Ver-bundgruppen e.V. (ZGV) und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG).
Wegen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise stehen KKMU, Finanzinstitute aber auch Entscheidungsträger und Entwicklungsinstitutionen vor gewaltigen Herausforderungen, nicht nur bei dem Thema Kreditvergabe, sondern auch bei der Gestaltung der Förderpolitik. Da der deutsche Genossenschaftssektor traditionell sehr eng mit KKMU verbunden ist, wird die Erfahrung aus Deutschland international stark beachtet. DGRV und ADG haben daher die zweite Dialogveranstaltung thematisch so konzipiert, um die ökonomischen und finanziellen Auswirkungen der aktuellen Krise auf KKMU und verschiedene Lösungsansätze in einem internationalen Rahmen zu diskutieren.
Teilnehmer der Konferenz waren Entscheidungsträger im Bereich Entwicklung und Finanzierung von KKMU, d.h. Mitarbeiter von Finanzinstitutionen / genossenschaftlichen Banken, Entwicklungsbanken und Verbänden, politische Entscheidungsträger aus relevanten Ministerien, nationalen und internationalen Geberorganisationen. Das Thema der Konferenz fand großen Anklang und zeigte sich als aktuell sehr relevant. Dies äußerte sich insbesondere in intensiven Diskussionen mit den Referenten, aber auch der Teilnehmer untereinander. Die Teilnehmer kamen aus über 15 verschiedenen Ländern, u.a. aus Mexiko, Brasilien, Indien, Afghanistan, Kirgisistan, Kambodscha, Uganda, Kamerun, Südafrika und Italien.
Zielsetzung war es, das Verständnis für die Probleme und Bedürfnisse von KKMU zu erhöhen und Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Dabei galt es, die jeweiligen nationalen Besonderheiten zu berücksichtigen und gleichzeitig allgemeingültige Lösungsansätze herauszuarbeiten. Unterschiedliche Strukturen, Prozesse und Instrumente wurden anhand von „Best Practice“-Beispielen aus verschiedenen Ländern diskutiert. Die Präsentationen, Workshops und moderierten Diskussionen dienten dem Erfahrungsaustausch. Der Aufbau der Konferenz folgte den vier ausgewählten Erfolgsfaktoren:
• KKMU – Rahmenbedingungen
• KKMU – die unternehmerische Perspektive
• KKMU – Zugang zu Finanzdienstleistungen
• KKMU – Unterstützungsstrukturen
Hochkarätige Referenten lieferten interessante Fachbeiträge, ergänzt wurden die Vorträge durch Workshops zu relevanten Einzelthemen. Beiträge von Vertretern aus dem genossenschaftlichen Verbund, von relevanten europäischen Institutionen und verschiedenen Entwicklungsorganisationen haben ebenso zum Erfolg der Konferenz beigetragen wie die vielen Diskussionsbeiträge des internationalen Fachpublikums.
Um den Teilnehmern einen Einblick aus der Praxis in die Bedeutung der KKMU in Deutschland zu geben, wurde die Handwerkskammer Koblenz und die VR-Bank Rhein-Sieg eG in Siegburg besucht. Diese Besuche und der Abschlussabend in der Winzergenossenschaft in Mayschoss sowie die angenehme Atmosphäre auf Schloss Montabaur haben dazu beitragen, dass sich auch Netzwerke zwischen den Institutionen und den Teilnehmern bilden konnten, die von vielfachem Nutzen sein werden.
Dieser International Cooperative Dialogue soll in Zukunft fortgesetzt werden.
Gruppenfoto vor der Handwerkskammer Koblenz