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Prüfungsdienstleistungen
NEW : 13.01.2010
Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mitteilt wurden die IT-Grundschutz-Kataloge weiterentwickelt. Mit den IT-Grundschutz-Katalogen stellt das BSI Informationen bereit, die es Unternehmen und Behörden ermöglichen sollen, ihre Informationstechnik sicher zu betreiben. Die einzelnen Themengebiete sind in so genannten Bausteinen zusammengefasst.
Der aktuelle Lagebericht des BSI für das Jahr 2009 hat gezeigt hat, dass das Bedrohungsniveau für die Informationssicherheit unverändert hoch ist und Computerkriminelle sich zunehmend professioneller organisieren. Unternehmen werden mit immer neuen Formen von Schadsoftware und neuen Angriffsmethoden konfrontiert. Dieser Entwicklung wurde mit der grundlegenden Überarbeitung des Bausteins "Computer-Viren-Schutzkonzept" und der Umbenennung in "Schutz vor Schadprogrammen" Rechnung getragen.
Auf ausgesonderten, weitergegebenen oder gebraucht gekauften Datenträgern finden sich häufig noch vertrauliche Informationen, obwohl diese das Unternehmen nicht hätten verlassen dürfen. Deshalb empfiehlt das BSI jedem Unternehmen eine geregelte Vorgehensweise für die Löschung oder Vernichtung von Datenträgern zu haben, um den Missbrauch der gespeicherten Informationen zu verhindern. In diese Vorgehensweise müssen sowohl digitale (z. B. Festplatten) als auch herkömmliche Datenträger (z. B. Papier) einbezogen werden. In diesem Zusammenhang sei auch auf die neu beschriebenen Maßnahmen zum Schutz vor unerwünschten Informationsabflüssen hingewiesen.
Der gestiegenen Aufmerksamkeit für Compliance trägt die Zusammenfassung der entsprechenden Maßnahmen in einem Baustein „Anforderungsmanagement“ Rechnung. Unter Compliance versteht man hier, dass ein Unternehmen alle für das Unternehmen und seine Geschäftsprozesse relevanten gesetzlichen, vertraglichen und sonstigen Vorgaben identifizieren und deren Einhaltung durch angemessene Überwachungsmaßnahmen sicherstellen muss.
In einem überarbeiteten Baustein wird aufgezeigt, wie ein funktionierendes Notfallmanagement in einem Unternehmen eingerichtet und im laufenden Betrieb weiterentwickelt werden kann. Er beschreibt dazu die wesentlichen Schritte in einem systematischen Notfallmanagement-Prozess und gibt Anleitungen zur Erstellung eines umfassenden Notfallkonzeptes.
Eingeführt wurde auch der längst überfällige Baustein zum Client unter Windows Vista.
Genossenschaften können die IT-Grundschutz-Kataloge einsetzen, um die Anforderungen an das Risikomanagement zu erfüllen, siehe dazu auch:
Das Risikomanagement in Waren-, Dienstleistungs- und Agrargenossenschaften (DGRV-Schriftenreihe Band 42)
Mindestanforderungen an das Risikomanagement (Rundschreiben 15/2009 (BA) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)