DGRV-Stellungnahme zum Grünbuch
Die EU-Kommission hat am 13. Oktober 2010 ein Grünbuch veröffentlicht, welches die Lehren aus der Finanzkrise im Bereich der Abschlussprüfung diskutiert. Hintergrund des Grünbuchs ist die Tatsache, dass Abschlussprüfer Bankbilanzen trotz immenser Verluste in den Jahren 2007 bis 2009 uneingeschränkt testiert haben.
Das Grünbuch wirft in den verschiedenen Bereichen der Abschlussprüfung Fragen auf, die neben der Rolle des Abschlussprüfers auch die Kontrolle von Prüfungsgesellschaften und die Struktur des Marktes für Prüfungsleistungen betreffen. Der DGRV hat zu den für die Genossenschaften relevanten Fragen des Grünbuchs eine Stellungnahme abgegeben.


Die aktuelle Ausgabe des EU-Parlamentsmagazins "The Parliament" legt einen Themenschwerpunkt auf das Grünbuch. Neben den Beiträgen der zuständigen Berichterstatter im EU-Parlament unterstreicht Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des DGRV, die Qualität und die Zuverlässigkeit des genossenschaftlichen Prüfungswesens. Viele Vorschläge des Grünbuchs zur Verbesserung der Qualität von Abschlussprüfungen sind längst fester Bestandteil der genossenschaftlichen Pflichtprüfung. Diese hat sich in jahrzehntelanger Praxis bewährt und wird auch durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts bestätigt. Insbesondere in der Finanzmarktkrise hat sich die genossenschaftliche Prüfung als außerordentlich verlässlich und effektiv erwiesen. "Die genossenschaftliche Prüfung, die als Geschäftsführungsprüfung weit über eine bloße Jahresabschlussprüfung hinausgeht, gewährleistet, dass eine Genossenschaft nicht insolvent wird“ hebt Dr. Ott hervor. „Diese Tatsache wird eindrucksvoll durch die Insolvenzstatistiken belegt, in denen Genossenschaften praktisch nicht vorkommen".
Die Online-Ausgabe des Magazins "The Parliament", Heft Februar 2011, finden Sie hier.
Einen Auszug des Themenschwerpunkts "Grünbuch Abschlussprüfung" mit dem Artikel des DGRV (s. Seite 45) können Sie in der folgenden pdf-Datei nachlesen:
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