 | Änderungen des Genossenschaftsgesetzes aus der Sicht der Praxis
Autor: Schaffland, Hans-Jürgen
ZfgG - Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen 2001, S. 208 ff
Die auf der Basis des Gesetzes betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften arbeitenden ca. 10.000 Genossenschaften stellen einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Diese Genossenschaften haben mehr als 20 Mio. Mitglieder und beschäftigen mehr als 500.000 Arbeitnehmer. Unter den ca. 30.000 Unternehmen, die jedes Jahr in Insolvenz gehen, befindet sich ganz selten einmal eine Genossenschaft. Sie ist die insolvenzsicherste Gesellschaftsform. Diese Zahlen belegen, dass Änderungen des Genossenschaftsgesetzes erhebliche Auswirkungen auf Mitglieder und Mitarbeiter der Genossenschaft, aber auch auf die Gesamtwirtschaft haben können. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Autor mit der Fragestellung auseinander, ob das Gesetz umfassend geändert werden soll oder ob sich der Gesetzgeber auf punktuelle Änderungen beschränken sollte.
Am Beispiel der Rechnungslegung und Prüfung zeigt der Autor die wichtigsten Vorhaben europäischer Rechtsänderungen und ihre Auswirkungen auf die Genossenschaftsbanken auf. Die Behandlung von Genossenschaftsanteilen in der IAS/IFRS-Welt, die Auswirkungen der Modernisierungsrichtlinie auf Spezialfonds und die Trennung von Beratung und Prüfung im Entwurf der Abschlussprüferrichtlinie sind nur drei wichtige Aspekte bei denen der Autor die Belange des Genossenschaftssektors berücksichtigt sehen will.

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