Lateinamerika

Kuba


In Kuba konzentriert sich unsere Projektarbeit auf die Beratung der staatlichen Steuerungsgruppe GTE bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen für Genossenschaften, wodurch angestrebt wird, indirekt an notwendigen Themen auf der Makroebene mitwirken zu können.

About the project


Seit einigen Jahren bemüht sich die Regierung um die Modernisierung und Effizienzsteigerung des sozialistischen Wirtschaftssystems in Kuba.

Im Jahr 2010 verabschiedete die Regierung Maßnahmen, um kleinen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich in privaten Unternehmen zu engagieren, zum Beispiel in den Bereichen Tourismus, Transport, Unterkunft und Restaurants. Mittlerweile gibt es rund 600.000 Kubaner, die selbständig sind. Im Jahr 2013 erlaubte die Regierung die Gründung nichtlandwirtschaftlicher Genossenschaften im realen Sektor. Dies führte zunächst zur Gründung von etwa 400 neuen Genossenschaften.

Genossenschaftsverbände und zentrale Institutionen gibt es noch nicht. Zunächst müsste die rechtliche Grundlage geschaffen werden. Mit einer tief greifenden Verfassungsreform sollen die Dezentralisierung und unter anderem die Autonomie der rund 5.000 landwirtschaftlichen Genossenschaften des Landes in Zukunft zunehmen. Ziel ist es, „gleiche Bedingungen für alle Produzenten zu schaffen“. Die Genossenschaften dürfen künftig ihre Überschüsse frei vermarkten, nachdem sie ihre Verträge mit dem Staat erfüllt haben, und erhalten größere Gestaltungsfreiheit. Zudem sollen staatliche Förderprogramme zur institutionellen Stärkung der Genossenschaften aufgelegt werden. Das neue Gesetzesdekret 365 trat im November 2019 in Kraft.

Das interinstitutionelle Programm für die integrierte Bewirtschaftung und nachhaltige Entwicklung der Bucht von Havanna, ihres Nebenflussgebietes und der angrenzenden Wechselwirkungs-Küstenzone koordiniert die relevanten Organisationen, Einrichtungen und Institutionen bei der Durchführung von Präventivmaßnahmen und den geplanten präventiven, korrigierenden und ökologischen Wiederherstellungsmaßnahmen. Wir entwickeln Geschäftsmodelle für Präventions- und Sanierungsmaßnahmen und setzen diese in verschiedenen Formen der Zusammenarbeit um.

Relevante Arbeitsbereiche sind:

  • Beratung von GTE bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen und Genossenschaften
  • Förderung von Governance-Strukturen in Formen der Zusammenarbeit
  • Ausbildung von Partnern in betriebswirtschaftlichen Fragen

Partner


Grupo de Trabajo Estatal – Bahía de Habana

Sie ist die spezialisierte und national anerkannte Arbeitsgruppe für die Ergebnisse der Sanierung der Bucht von Havanna und für die Arbeit zur Überwachung und Weiterverfolgung der Entwicklung des Ökosystems, der Sanierung der Bucht von Havanna und der Bewertung der positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bevölkerung.

Kontakt


Nina Hildebrandt

+49 228 8861 352
international@dgrv.de

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Guatemala

In Guatemala fördern wir durch die Zusammenarbeit mit dem Dachverband für Spar- und Kreditgenossenschaften CONFECOAC mit gezielten Beratungseinsätze die finanzielle Inklusion und die Nivellierung der wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb der Bevölkerung, insbesondere durch die Professionalisierung von Verbandsmitgliedern.

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Honduras

In Honduras beraten wir den Verband für Spar- und Kreditgenossenschaften FACACH und die genossenschaftliche Aufsichtsbehörde CONSUCOOP durch eine institutionelle Professionalisierung, z.B. zu Themen der Interessensvertretung oder im Bereich der strategischen Planung. Ziel ist ein nachhaltiges Verbundssystem mit Stabilität und Solidarität.

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Mexiko

In Mexiko arbeiten wir insbesondere mit den Genossenschaftsverbänden CONFECOOP und CONCAMEX im Finanz- und mit ANEC im Landwirtschaftsbereich zusammen, um durch deren institutionelle Stärkung und Beratung zu Vermarktungsthemen einen positiven Spillover-Effekt auf Mitgliedsgenossenschaft zu bewirken. In der aktuellen Projektphase möchten wir gezielt Energiegenossenschaften fördern, um der mexikanischen Bevölkerung eine demokratische Beteiligung am Energiemarkt zu ermöglichen.

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