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Genossenschaftliche Verkehrswende


Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV setzt im Rahmen des Projekts „mobileG“ auf die Zusammenarbeit mit der neugegründeten Dachgenossenschaft Vianova eG.

25. August 2020


Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn Menschen ihr Nutzungsverhalten verändern, weg von der individuellen Mobilität hin zu gemeinschaftlichen Konzepten. Gerade im ländlichen Raum ist die Autoquote sehr hoch, da es fast keine Alternative zum motorisierten Individualverkehr gibt. Bundespolitik und kommunale Ebene sind gleichermaßen bestrebt, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln.

Einige Energiegenossenschaften haben bereits Erfahrungen mit Elektromobilität gesammelt und zur weiteren Verbreitung die Dachgenossenschaft Vianova eG gegründet. Die Vianova will ihre Mitglieder und andere Energiegenossenschaften, Unternehmen, Kommunen, Vereine, Wohnungsbaugenossenschaften, Wohnprojekte u.a. bei der Umsetzung klimaschonender Mobilitätslösungen unterstützen. Die Dachgenossenschaft hat ambitionierte Ziele. 400 bis 600 Elektroautos sollen es in drei Jahren im genossenschaftlichen Verbund sein. Sie bietet neben dem Kauf der Fahrzeuge und dem Aufbau der Ladesäulen auch die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Tarifen bis hin zu allen Prozessen rund um die Nutzung der Fahrzeuge an. Dazu gehören die selbstentwickelte, nutzerfreundliche Buchungs-App, die digitale Abrechnung und ein Hotline-Support.

Mit dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium im Rahmen des Programms LandMobil geförderten Projekt „mobileG“ untersucht die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften beim DGRV den möglichen Beitrag von Genossenschaften für kooperative Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum. Um möglichst praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen, werden die Konzepte gemeinsam mit bereits aktiven Genossenschaften entwickelt.


Die vier Vorstände der Vianova eG v. l. n. r.: Stefan Scholz, Philipp Veit, Rainer van den Bosch und Klaus Grieger mit DGRV-Projektleiter Jonas von Obernitz (2. v. r.) Foto: Vianova eG

Mobilität für den ländlichen Raum


Bei ihren Aktivitäten hat die Vianova gerade auch den ländlichen Raum im Blick. „Wir sehen auf dem Land den größten Hebel für vernetzte umweltfreundliche Mobilitätsangebote“, sagt Vianova-Vorstand Philipp Veit. Dort können es zum Beispiel Energiegenossenschaften sein, die e-Carsharing in Bürgerhand umsetzen. Ein Fokus liegt dabei auf dem Nachbarschaftsauto, ein gemeinsames Elektroauto, welches das Zweit- oder Drittauto ersetzen könnte. Um Mobilitätskonzepte im Rahmen des Projektes „mobileG“ zu stärken, haben der DGRV und die Vianova eG einen Kooperationsvertrag geschlossen.

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