Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften

Die 998 Energiegenossenschaften stehen mit ihren 220.000 Mitgliedern für die breite Akzeptanz der Energiewende. Mit der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften setzen wir uns für eine bürgernahe Energiepolitik ein.

Aufgaben


Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist der zentrale Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Wir vertreten die Interessen der Energiegenossenschaften in der bundespolitischen Debatte und auf europäischer Ebene. Mit unserer Facharbeit unterstützen wir die Weiterentwicklung der Energiegenossenschaften und stehen ihnen beratend sowie für praktische Fragestellungen helfend zur Seite.

Interessenvertretung


News

Modernisierung des Strom- und Energiesteuerrechts

Deutscher Bundestag beschließt Bürokratieabbau mit Blick auf dezentrale Stromerzeugung, Speicher und Elektromobilität

Mehr lesen
News

Wichtige Neuerungen im Energiewirtschaftsrecht

Einführung von Energy Sharing und Digitalisierung der Netze sowie Übergangregelungen zur Kundenanlage

Mehr lesen
Position

Genossenschaftliche Energiewende braucht leistungsfähige Stromnetze

DGRV schließt sich Verbändeappell zum Ausbau von Netzanschlüssen an

Mehr lesen

 

Weitere aktuelle Informationen und Stellungnahmen finden Sie im Newsroom.

Über Energie-
genossenschaften


Energiegenossenschaften ermöglichen die aktive Teilhabe von Bürger:innen an der Energiewende. Über 200.000 Menschen engagieren sich bereits gemeinschaftlich vor Ort. Ihre Geschäftstätigkeiten sind breit gefächert: Energiegenossenschaften betreiben Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung. Das reicht von Solarstromanlagen und Blockheizkraftwerken bis hin zu Windkraftanlagen. Zudem sind sie auch als Energieversorgungsunternehmen tätig und beliefern ihre Kund:innen mit Strom und Gas oder betreiben sogar das lokale Stromnetz. Gemeinsam versorgen sie ihre Mitglieder mit lokal erzeugter und nachhaltiger Wärme durch kleine und mittlere Wärmenetze. Mit einem wachsenden Angebot an Ladeinfrastruktur und Fahrzeugsharing tragen sie die Energiewende auch in den Mobilitätssektor.

Energiegenossenschaften nutzen und etablieren durch ihre Projekte lokale Netzwerke. In enger Abstimmung mit den Kommunen vor Ort bieten sie etwa Energieberatung oder Contracting an und helfen dabei, den Energieverbrauch zu reduzieren. Lokale Handwerker installieren die Anlagen und landwirtschaftliche Betriebe liefern die Wärme für Wärmenetze. Wichtige Partnerunternehmen für die Energiegenossenschaften sind die Volks- und Raiffeisenbanken, die bei der Finanzierung und Umsetzung beratend zur Seite stehen. Durch die enge Verzahnung in lokalen Netzwerken sichern die Energiegenossenschaften die regionale Wertschöpfung.

Eine erfolgreiche Energiewende ist auf das Engagement der Bürger:innen angewiesen. Energiegenossenschaften sorgen mit ihrem demokratischen Beteiligungsmodell für eine sachliche und zielgerichtete Umsetzung der Gemeinschaftsaufgabe Energiewende. Durch die direkte Beteiligung können die Menschen vor Ort passende Energieprojekte umsetzen. Jede Stimme wird gehört und ist wichtig. Darüber hinaus bleibt der Gewinn aus der Erzeugung vor Ort und wird in neue Projekte investiert. Energiegenossenschaften fördern damit die Akzeptanz der Energiewende und ihre nachhaltige Umsetzung. Deshalb brauchen sie verlässliche und klare Rahmenbedingungen. Dafür setzen wir uns ein.

Zahlen und Fakten


In den vergangenen 12 Jahren wurden 1.015 Energiegenossenschaften gegründet. Im Jahr 2024 kamen 64 Energiegenossenschaften hinzu.

Weitere statistische Daten finden Sie in unserer Jahresumfrage.

Service


Praktische Hinweise

Praxishinweis

Neustart von KfW 432

Das KfW-Programm 432 „Energetische Stadtsanierung – Zuschuss Klimaschutz und Klimaanpassung im Quartier“ wird wieder aufgenommen.

Mehr lesen
Praxishinweis

Update zur beihilferechtlichen Genehmigung des Solarpakets I

Das Solarpaket I ist immer noch nicht genehmigt

Mehr lesen
Praxishinweis

EU genehmigt das Biomassepaket

Die Europäische Kommission hat die beihilferechtliche Genehmigung für das Biomassepaket erteilt

Mehr lesen

 

Weitere praktische Hinweise finden Sie im Newsroom.

Publikationen

Leitfaden

Leitfaden „Gemeinsam mobil“

Mehr lesen
Leitfaden

Leitfaden „Von der Energie- zur Klimaschutzgenossenschaft“

Mehr lesen
Handbuch

Energiespar- und Energieliefercontracting

Mehr lesen

 

Weitere Materialien finden Sie unter Publikationen.

Projekte


HeaTogether

HeaTogether zielt darauf ab, die Dekarbonisierung bestehender Gebäudebestände in dicht besiedelten städtischen Gebieten erheblich zu beschleunigen, indem es sich auf eine
„Lückenfüllerlösung” konzentriert: Nachbarschaftsnetze, definiert als Niedertemperatur- oder Anergie-Netze (Kaltwasser) für mehr als ein Gebäude, die aus lokal verfügbaren erneuerbaren Energiequellen gespeist werden. Sie sind eine Möglichkeit zwischen Fernwärmesystemen und individuellen Heizlösungen im urbanen Raum, werden jedoch bisher nur selten realisiert.

Gefördert wird das Projekt des EU-Programms „Horizon 2020“.

 

HERCULES-CE

Mit dem Projekt HERCULES-CE wird die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften als Teil eines europäischen Konsortiums die Arbeit zu Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EE-Gemeinschaften) vertiefen. Ziel des HERCULES-CE-Projekts ist die strategische Entwicklung von Geschäftsmodellen. Im Projekt wird ein datengestütztes Tool entwickelt, dass im Hinblick auf Kosten, Verbrauch und Erzeugung Daten für eine erste Kalkulation im Rahmen der Geschäftsmodelle liefern soll.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des EU-Programms „INTERREG Central Europe“.

 

GenoWärme

Die Wärmeversorgung in Deutschland erfolgt bisher zu ca. 80 Prozent mit fossilen Energien. Um das zu ändern, müssen bis 2028 alle Kommunen in Deutschland aufgrund des Wärmeplanungsgesetzes einen Plan erarbeiten, wie die klimaneutrale Wärmeversorgung in ihrem Gemeindegebiet in Zukunft ausgestaltet werden soll. Neue (Nah-)Wärmenetze werden in vielen dieser Wärmepläne eine wichtige Rolle spielen.

Trotz mittlerweile über 200 genossenschaftlichen Wärmenetzen ist das Modell vielen Verantwortlichen noch nicht bekannt, sowohl seitens der Kommunen als auch in Haushalten und Planungsbüros. Das Projekt GenoWärme soll dies ändern und dazu beitragen, dass genossenschaftliche Wärmenetze im Rahmen der Wärmeplanung mitgedacht werden und Gründungsinitiativen hilfreiche Informationen zur Projektplanung und -umsetzung erhalten. Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung verschiedener Akteure und Initiativen, um gegenseitiges Lernen zu ermöglichen.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Verbändeförderung durch das Umweltbundesamt.

 

SHAREs (erfolgreich abgeschlossen)

Das Projekt „SHAREs“ hat die nationalen Rahmenbedingungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie in den beteiligten Ländern Österreich, Bulgarien, Georgien, Kroatien, Ungarn und Deutschland analysiert, die jeweiligen Handlungsmöglichkeiten (Geschäftsmodelle) identifiziert und einen europäischen Austausch der Akteur:innen ermöglicht. Über Informationsprogramme und Materialien wurden bestehende Bürgerenergiegesellschaften über neue Geschäftsmodelle informieren und regionale Akteur:innen wie Bürger:innen, Gemeinden oder Unternehmen zur Gründung neuer Bürgerenergiegesellschaften angeregt.

Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des EU-Programms „Horizon 2020“.

 

mobileG (erfolgreich abgeschlossen)

Die Mobilitätswende ist insbesondere im ländlichen Raum eine große Herausforderung. Die Energiegenossenschaften können hier zu einer größeren Verbreitung der Elektromobilität und des Carsharing beitragen. Mit dem Projekt mobileG haben Energiegenossenschaften kooperative Mobilitätskonzepte in ihren Regionen entwickelt und umgesetzt. Die in der Zusammenarbeit mit den Energiegenossenschaften entwickelten Mobilitätskonzepte wurden als Online-Leitfaden veröffentlicht.

Das Projekt mobileG wurde im Rahmen des Programms LandMobil vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert.

 

ENCREMENCO (erfolgreich abgeschlossen)

In Griechenland wurde im Jahr 2018 ein Gesetz für „Energy Communities“ beschlossen. Damit wird die Gründung von Energiegenossenschaften erleichtert. Im Rahmen des Projekts ENCREMENCO wurde ein Wissenstransfer zwischen interessierten Akteur:innen aus Griechenland und deutschen Energiegenossenschaften organisiert, um Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Das Projekt ENCREMENCO wurde im Rahmen der Europäischen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

 

klimaGEN (erfolgreich abgeschlossen)

Energiegenossenschaften fördern mit ihren Projekten den Klimaschutz. Sie könnten aber noch viel mehr leisten. Oftmals fehlt den meist ehrenamtlichen tätigen Verantwortlichen die Zeit, Strategien zu entwickeln und sich das praktische Wissen selber anzueignen. Im Rahmen des Projekts klimaGEN wurden Energiegenossenschaften bei einer nachhaltigen Strategieentwicklungen und neuen Geschäftsmodellen unterstützt. Die Erkenntnisse wurden in ausführlichen Materialien bereitgestellt. So stehen Materialien zu den Themen Energieeinspar- und Energieliefercontracting, Elektromobilität, Mieter:innenstrom und Speicher zur Verfügung.

Das Projekt klimaGEN wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Kontakt


Dr. Andreas Wieg (Leiter der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften)

René Groß (Leiter Strategie und Politik der Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften)

Anton Mohr (Referent für Strompolitik & Europa)

Jonas von Obernitz (Referent für Wärmepolitik & Elektromobilität)