DGRV und DRV unterstützen eine Finanzierung des DNK aus Bundesmitteln
Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind gesetzlich nicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet. Damit werden sie von zusätzlichem bürokratischem Aufwand verschont. Allerdings bestehen wachsende Anforderungen in Geschäftsbeziehungen, von Banken und durch ihre Kundschaft. Daher macht es Sinn, wenn KMUs eine freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung im Sinne der Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs (VSME) durchführen.
Am 2. März 2026 wurde das VSME-Modul des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) eingeführt. Es besitzt eine klare Struktur, verständliche Sprache und bietet praxisnahe Hilfestellungen. Mithilfe des Moduls können Zeit- und Arbeitsaufwand bei der freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung für KMUs spürbar reduziert werden. Damit wurde der DNK entschieden weiterentwickelt.
Der DNK reduziert den bürokratischen Aufwand im Vergleich zu anderen Standards deutlich und ist zugleich geeignet, die künftigen Erwartungen der Finanzwirtschaft an eine ESG-Berichterstattung grundsätzlich zu erfüllen. Mit der DNK-Plattform gibt es seit 2025 zudem ein kostenloses Online-Tool für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Gerade innerhalb der genossenschaftlich organisierten Unternehmen steigt daher das Interesse an diesem Standard kontinuierlich.
Wir begrüßen es daher ausdrücklich, die DNK-Plattform dauerhaft aus Bundesmitteln zu finanzieren. Eine dauerhaft staatlich finanzierte Bereitstellung trägt dazu bei, Unternehmen von steigenden Kosten zu entlasten und die Anwendung des VSME weiter zu stärken. Gemeinsam mit dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und weiteren Genossenschaftsverbänden setzen wir uns daher für eine kostenfreie DNK-Plattform ein.
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