Energiegenossenschaften planen weniger neue Projekte
Die derzeitigen Rahmenbedingungen für neue Projekte von Energiegenossenschaften werden zunehmend schwieriger. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Netzanschlusspaket verunsichern die Energiegenossenschaften in ihren zentralen Geschäftsfeldern. Die Diskussion um die komplette Streichung der Einspeisevergütung und die Einschränkungen beim Netzanschluss bremsen genossenschaftliche Projekte und damit die regionale Energiewende.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den geplanten Projekten der 1.020 im DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband organisierten Energiegenossenschaften wider: Nur noch 60 Prozent der Energiegenossenschaften planen 2026 noch weitere Projekte. Die Zahl ist damit auf dem niedrigsten Stand der vergangenen fünf Jahre.

Energiegenossenschaften sind vielfältig aktiv. Doch gerade bei der Installation und dem Betrieb von Solarstromanlagen, den mit 79 Prozent wichtigsten Geschäftsfeld der Energiegenossenschaften, sind weniger Projekte geplant. Stabil bleibt der Trend im Bereich der Wärmenetze, in dem etwa ein Drittel der Energiegenossenschaften tätig ist.

Die 1.020 Energiegenossenschaften leisten mit ihren 230.000 Mitgliedern schon jetzt einen wichtigen Beitrag für die regionale Energiewende. Sie haben insgesamt 3,6 Mrd. Euro in erneuerbare Energien investiert und in 2026 rund 8 TWh sauberen Strom erzeugt. Damit wurden etwa 3 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente im Strombereich vermieden.
Die gesamte Umfrage finden Sie hier.
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