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Appell zur EEG-Novelle und zum Netzpaket


Verbändebündnis warnt: Rechtsunsicherheiten in den anstehenden Novellen von EEG und EnWG könnten Investitionen zurückgehalten und damit die Energiewende ausbremsen.

13. Februar 2026


Vor dem Hintergrund der anstehenden Novellen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG, auch „Netzpaket“ genannt) warnen elf Verbände davor, Tempo und Umfang des Ausbaus erneuerbarer Energien auszubremsen. Um Energiesicherheit, Elektrifizierung und die gesellschaftliche Akzeptanz zu gewährleisten, braucht es jetzt vom Bundeswirtschaftsministerium klare Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien und zur Modernisierung der Stromnetze.

Besonders kritisch sehen die Verbände mögliche Einschränkungen beim Netzanschluss für neue Erzeugungsanlagen. Werden Anschlüsse wie geplant an unrealistische Auflagen und fragmentierte Verfahren gekoppelt, kommen unkalkulierbare Risiken auf die Projektierenden zu, so dass der Ausbau zum Erliegen kommen könnte. EEG-Novelle und Netzpaket dürften nicht zum Instrument werden, Ausbauziele durch die regulatorische Hintertür abzusenken.

Zugleich stellen die Organisationen klar: Der derzeit schleppende Netzausbau darf nicht als Begründung dienen, den Zubau erneuerbarer Energien zu bremsen. Stattdessen brauche es Anreize, um das Netz dort auszubauen, wo nötig und mehr Tempo bei Digitalisierung, Standardisierung und Flexibilisierung, etwa durch Batteriespeicher, dynamische Stromtarife und Netzentgelte.

Auch neue Projekte der Menschen vor Ort müssen weiterhin möglich sein. Kleine Photovoltaik-Dachanlagen, Energiegenossenschaften und kommunale Projekte sichern Akzeptanz und regionale Wertschöpfung. Kürzungen oder übermäßig komplexe Regelungen bei der Förderung kleiner Anlagen und Speicher wären ein fatales Signal, ökonomisch wie gesellschaftlich.

Unterzeichnet haben den Appell neben dem DGRV auch das Bündnis Bürgerenergie, der BUND, der Bundesverband Solarwirtschaft, Campact, Deutscher Naturschutzring, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, NABU, Umweltinstitut München und WWF.


Den Verbändeappell finden Sie hier.

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