
In Costa Rica unterstützen wir gemeinsam mit dem Nationalen Genossenschaftsinstitut INFOCOOP Genossenschaften dabei, wirksamer zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen – insbesondere im Hinblick auf die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) und so alle genossenschaftlichen Branchen im Land weiter zu stärken.
In Costa Rica gibt es rund 540 Genossenschaften in unterschiedlichsten Wirtschaftssektoren. Von den 5,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern sind etwa 865.000 Mitglied einer Genossenschaft. Besonders stark vertreten sind Spar- und Kreditgenossenschaften sowie landwirtschaftliche Genossenschaften. Im ländlichen Raum gehört jede sechste Person einer landwirtschaftlichen Genossenschaft an. Eine wichtige Rolle spielen zudem die vier Energiegenossenschaften des Landes: Sie erzeugen erneuerbare Energie für rund 250.000 Mitgliedshaushalte in verschiedenen Regionen.

Vor diesem Hintergrund unterstützen wir gemeinsam mit dem Nationalen Institut für Genossenschaftsentwicklung (INFOCOOP) Genossenschaften dabei, zu messen und transparent zu kommunizieren, wie ihre Aktivitäten zur Erreichung der SDGs beitragen. Dafür hat der DGRV eine Methodik sowie eine dynamische Software entwickelt, die die Erhebung hierfür aussagekräftiger Daten ermöglicht. Im Zuge der Umsetzung nehmen die Genossenschaften außerdem an Schulungen teil, die sie in die technische Anwendung der Software einführen. Die Maßnahmen sind darauf ausgelegt, einerseits durch Beratung das Wissen der Mitglieder in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit Jugendbeteiligung, Umweltschutz und Klimawandel auszubauen. Andererseits soll ihnen vermittelt werden, wie sie die unterschiedlichen vom DGRV angebotenen Softwarelösungen in ihrem Arbeitsalltag nutzen können – etwa um interne Abläufe effizienter zu steuern oder Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung besser zu erfassen und auszuwerten.
Übergeordnetes Ziel ist es, die Genossenschaften organisatorisch zu stärken und sie gleichzeitig zu motivieren, jährlich konkrete Schritte zu unternehmen, um ihren Beitrag zur Bewältigung zentraler globaler Herausforderungen, wie Armut, Klimawandel oder Geschlechterdiskriminierung systematisch zu erhöhen.
Durch die Arbeit mit der auf die Nachhaltigkeitsziele fokussierten Software wurden INFOCOOP und DGRV für das Planungsministerium MIDEPLAN wichtige Partner der Regierung in der Erfüllung von Costa Ricas SDG-Berichtspflichten gegenüber den Vereinten Nationen. Erstmalig konnte der Genossenschaftssektor so Eingang in den nationalen Bericht zu SDGs finden, nachdem die Datenlage dies zuvor nicht zuließ.

Das Genossenschaftsinstitut INFOCOOP ist eine staatliche Einrichtung mit der Aufgabe, Genossenschaften in allen Sektoren zu fördern (einschließlich Finanzierung), auszubilden, zu beraten und zu überwachen.
URCOZON ist ein genossenschaftlicher Regionalverband im Norden Costa Ricas. Er vereinigt Genossenschaften aller Branchen und Größenklassen und unterstützt sie mit Beratung, Ausbildung und Lobbying.
Lateinamerika In Ecuador verbessern wir die Einkommenssituation von Kleinstunternehmern und Familienbetrieben durch eine zielgerichtete Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde SEPS und der Zentralkasse FINANCOOP, insbesondere durch den Transfer von IT-Lösungen. Zudem werden Spar- und Kreditgenossenschaften im ländlichen Raum zum Thema Nachhaltige Finanzen beraten, um deren ordnungsgemäße und effiziente Verwaltung und damit das allgemeine Vertrauen in den Sektor […]
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Lateinamerika In El Salvador führen wir ein Programm zur Förderung grüner Kredite für kleinbäuerliche Gruppen durch. Gemeinsam mit dem nationalen Genossenschaftsverband FEDECACES stärken wir Finanzbildung, Unternehmensführung und den Zugang zu erneuerbarer Energie, um nachhaltige Entwicklungen im ländlichen Raum voranzutreiben.
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Lateinamerika In Guatemala fördern wir durch die Zusammenarbeit mit dem Dachverband für Spar- und Kreditgenossenschaften CONFECOAC mit gezielten Beratungseinsätze die finanzielle Inklusion und die Nivellierung der wirtschaftlichen Verhältnisse innerhalb der Bevölkerung, insbesondere durch die Professionalisierung von Verbandsmitgliedern.
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