
Die Entwicklungszusammenarbeit in Südafrika ist Teil des Regionalprojekts des Regionalprojekts „Stärkung genossenschaftlicher Strukturen im südlichen Afrika“ – kurz SUCOSA II (Southern Africa Strengthening Cooperative Economic Cycles in Rural and Semiurban Areas in Selected Southern African Countries). Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Genossenschaften im Land zu verbessern und dadurch die wirtschaftliche Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten zu fördern.
Die wirtschaftliche und soziale Lage in Südafrika ist von starken Gegensätzen geprägt. Einerseits verfügt das Land über eine vergleichsweise diversifizierte und entwickelte Wirtschaft, andererseits zählt es zu den Ländern mit der größten sozialen Ungleichheit weltweit. Vor allem marginalisierte Bevölkerungsgruppen haben oftmals keinen Zugang zu Einkommensmöglichkeiten und wirtschaftlicher Teilhabe. Genossenschaften können hier eine wichtige Rolle übernehmen, indem sie gemeinschaftliche Strukturen schaffen und die Integration von benachteiligten Gruppen in das Wirtschaftsleben ermöglichen.
Das DGRV-Projekt in Südafrika zielt darauf ab, genossenschaftliche Strukturen so zu stärken, dass sie einen Beitrag zu einer nachhaltigen und inklusiven wirtschaftlichen Entwicklung leisten. Dabei liegt der Fokus auf einer bedarfsgerechten und koordinierten staatlichen Unterstützung für den Sektor sowie auf der Förderung von Genossenschaftsverbänden, die von Primärgenossenschaften getragen werden und als legitimierte Stimme der Bewegung agieren können.
In enger Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Regierungsstellen sowie traditionellen Strukturen – insbesondere in den Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal und Ostkap – beraten wir die Südafrikaner:innen dabei, wie sie eines förderlichen Umfelds für wirtschaftlich aktive und nachhaltige Genossenschaften schaffen können. Dies beinhaltet unter anderem die Ausbildung von Mitarbeitenden (Training-of-Trainers) der Ministerien zu relevanten Genossenschafts- und Geschäftsthemen sowie z.B. die Forschung zu Genossenschaften und existierenden Unterstützungsprogrammen für ebendiese. Ausgewählte Genossenschaften werden durch gezielte Trainings in ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit gestärkt. Im Anschluss sollen die Lernerfahrungen genutzt und auf weitere Genossenschaften übertragen werden. Hierbei nutzen wir auch die Chancen, die die Digitalisierung für Genossenschaften eröffnet.
Das Projekt wird vom BMZ – Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – finanziert.

National Development Agency (NDA)
Die NDA ist ein zentraler Partner bei der Förderung von Genossenschaften in Townships und ländlichen Regionen. Gemeinsam arbeiten wir daran, Abhängigkeiten von staatlichen Sozialleistungen zu reduzieren und lokale wirtschaftliche Aktivitäten zu stärken.
Department for Small Business Development (DSBD)
Das DSBD sowie der zuständige Portfolioausschuss im Parlament und die Landesverbände des Ministeriums werden vom DGRV dabei unterstützt, Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und koordinierte Förderung von Genossenschaften zu schaffen.
Bakery and Food Technology Incubator of South Africa (BICSA)
BICSA wird vom DGRV in der Ausweitung seiner Aktivitäten beraten, um zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und Ernährungssouveränität beizutragen – insbesondere in ländlichen Regionen und Townships.
Afrika In Kenia setzen wir gezielte Impulse zur Stärkung genossenschaftlicher Innovationen, zur effektiven Aufsicht kleiner, ländlicher Spar- und Kreditgenossenschaften sowie zur nachhaltigen Integration von Frauen und Jugendlichen in genossenschaftliche Strukturen. Unser Engagement schafft Zukunftschancen und stärkt wirtschaftliche Teilhabe.
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Afrika In Uganda fördern wir die Gründung und Entwicklung von Genossenschaften in den Bereichen Finanzen, Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Gesundheit. Ziel ist es, wirtschaftliche Selbsthilfe zu fördern, den Zugang zu Dienstleistungen zu verbessern und die Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen – insbesondere in ländlichen Regionen – nachhaltig zu stärken.
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Afrika Die Aktivitäten in Eswatini sind Teil des Regionalprojekts Südliches Afrika. Ziel ist die Stärkung genossenschaftlicher Wirtschaftskreisläufe in ländlichen und halbstädtischen Gebieten. Ein Kernelement bildet dabei der regionale Austausch zwischen Akteuren des Genossenschaftssektors, Nichtregierungsorganisationen und staatlichen Stellen.
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