Genossenschaftsverbände auf internationaler Ebene

Die genossenschaftliche Idee hat sich kontinuierlich sowohl in Europa als auch weltweit ausgebreitet. In Europa werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, wie Gesetze, Verordnungen und Richtlinien zunehmend durch Institutionen der EU beeinflusst. Daher kann die genossenschaftliche Verbandstätigkeit nicht auf nationale Grenzen beschränkt bleiben. Bereits in den 60er Jahren schlossen sich nationale genossenschaftliche Organisationen auf internationaler Ebene in Brüssel zu sektorspezifischen Vereinigungen zusammen, um gemeinsame Interessen zu vertreten.

Nach dem Aufruf des Europäischen Parlaments im April 1983, schufen auf EU-Ebene Genossenschaftsgruppen aller Wirtschaftssektoren - neben der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken (Groupement Européen des Banques Coopératives EACB), der Fachvereinigung der landwirtschaftlichen Genossenschaften (Comité Général de la Coopération Agricole de l’UE - COGECA) und der Fachvereinigung der gewerblichen Genossenschaften (Union des Groupements de Commerçants Detaillants indépendants de l’Europe - UGAL) den Koordinierungsausschuss der Europäischen Genossenschaftsverbände (Comité de Coordinación des Associations de Cooperatives Européennes/CCACE). Dieser ist seitdem dafür verantwortlich, gemeinsame Interessen und Anliegen zu koordinieren und zu vertreten.

Auf internationaler Ebene bestehen u. a. die Internationale Raiffeisen-Union (IRU) und der Internationale Genossenschaftsbund (International Cooperative Alliance, ICA).
Ziele dieser weltweit agierenden Vereinigungen sind vor allem die Förderung und der Schutz der genossenschaftlichen Werte und Prinzipien. Zudem kümmern sie sich um die Förderung des Austauschs zwischen nationalen Genossenschaftsorganisationen und koordinieren internationale Entwicklungsprogramme der Genossenschaftsorganisationen.

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